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April 2020 | Goldschmuck pflegen und reinigen

Goldschmiedin poliert Ring

Goldschmuck – Infos zur Pflege und Reinigung

Damit Goldschmuck dauerhaft seinen Glanz bewahrt, bedarf es der richtigen Pflege und Reinigung. Abgestumpfte, nicht-reflektierende Ringe oder dunkel angelaufene Halsketten oder Goldarmbänder sehen nicht schön aus. Doch was führt überhaupt zu Verschmutzungen oder dem Anlaufen von goldenem Schmuck?

Gold selbst verfärbt sich nicht. Für das Anlaufen von Goldschmuck sind die anderen Metalle in der Legierung verantwortlich. Je geringer der Anteil von Feingold in einem Schmuckstück, desto schneller läuft das Material an und umso ausgeprägter sind die Verfärbungen. Der Grund dafür ist die Oxidation enthaltener Metalle. Zum Beispiel reagiert Silber mit Sauerstoff, sodass sich an seiner Oberfläche Sulfide ablagern, die zu einer schwärzlichen Verfärbung führen. Angelaufener Schmuck kann übrigens auf Haut oder Kleidung abfärben

Silber und Kupfer gehören zu den häufigsten Metallen, die mit Gold zu Goldlegierungen verschmolzen werden. Reines Feingold ist schlichtweg zu weich für Alltagsschmuck und nur wenige, extravagante Schmuckstücke für besondere Gelegenheiten werden aus praktisch reinem 999er-Gold gefertigt. Hierzulande ist eher Goldschmuck mit einem 75-prozentigem oder 58-prozentigem Goldgehalt üblich. Auch 333er-Goldschmuck wird häufig angeboten, enthält jedoch deutlich mehr Silber als Gold. Im Grunde handelt es sich dabei um Silberschmuck mit Goldanteil. Er läuft deshalb auch besonders schnell dunkel an.

Des Weiteren können Ablagerungen auf der Oberfläche von Goldschmuck mit der Zeit so zunehmen, dass der Glanz des Goldes ermattet oder feine Details unter Schmutz verschwinden. Beim Händewaschen mit Seife sollten Goldringe beispielsweise abgenommen werden, da sich Seifenrückstände auf dem Material ablagern.

Verschmutzungen an Goldschmuck bedeuten keine Wertminderung

Verunreinigter oder verfärbter Goldschmuck behält dennoch seinen vollen Materialwert. Sollten Sie alten Schmuck aus Gold oder Silber verkaufen wollen, machen Sie sich nicht die Mühe, diesen vorher zu reinigen. Ich kaufe Ihnen diesen auch so ab. In meinem Geschäft am Ostfleth 22 in Buxtehude biete ich den Barankauf von Gold-, Silber- und Brillantschmuck an. Für Stücke, die ich selbst weiterverkaufen kann, erhalten Sie sogar Summen deutlich über dem Materialwert.

Einfache Reinigungsmethoden für Goldschmuck

Die meisten Verunreinigungen auf Goldschmuck lassen sich mit ganz simplen Hausmitteln beseitigen. Davor sollten Sie allerdings noch sichergehen, dass keine Teile locker sitzen, die sich bei der Reinigung lösen könnten. Kontrollieren Sie zum Beispiel vorsichtig den festen Sitz von Edelsteinen.

Ein Wort noch zu Goldschmuck mit Perlen: Reinigen Sie diesen besser nicht selbst. Natürliche Perlen können sehr empfindlich auf Alkohol oder andere Reinigungsmittel reagieren. Bevor kostbarer Perlenschmuck seinen Glanz einbüßt, sollten Sie lieber einen Juwelier aufsuchen und diesen um die Reinigung bitten.

Wo Wasser benutzt wird, ist destilliertes oder zumindest gefiltertes Wasser normalem Leitungswasser vorzuziehen. Destilliertes Wasser hinterlässt beim Trocknen keine Kalkablagerungen.

Nützliche Haushaltsmittel zur Reinigung von Goldschmuck sind Geschirrspülmittel, Zahnpasta oder gar Gebissreiniger. Lösen Sie etwas Spülmittel oder Zahnpasta in Wasser und legen Sie das Schmuckstück für eine Weile ein. Danach können Sie mit einem weichen Tuch alle Reste von Seife oder Fett abwischen und den Goldschmuck wieder auf Hochglanz polieren. Das Tuch sollte aus Naturfasern bestehen, da manche Kunstfasern feine Kratzer hinterlassen könnten. Bei stärkeren Verschmutzungen – zum Beispiel in Rillen und Vertiefungen – kann der Schmuck mit einer weichen Zahnbürste entfernt werden.

Sie sollten auf gar keinen Fall aggressive Mittel wie Toilettenreiniger oder ähnliche Substanzen verwenden. Diese scharfen Chemikalien könnten den Glanz Ihrer Schätze dauerhaft beeinträchtigen und aufwändige Rekonstruktionen nötig machen.

Auch Alkohol eignet sich als Fettlöser zur Schmuckreinigung. Es sollte sich möglichst um hochprozentigen Isopropylalkohol handeln. Goldschmuck kann darin eingelegt oder damit abgewischt werden, doch sollte Schmuck dem Alkohol nur kurze Zeit ausgesetzt werden. Nachdem der Alkohol auf der Oberfläche in der Luft verflogen ist, polieren Sie den Schmuck mit einem weichen Naturfasertuch.

Sie können natürlich auch spezielle Goldreinigungstücher oder gar fertig angemischte Tauchbäder zur Goldschmuckreinigung im freien Handel kaufen. Bei sehr starken Verschmutzungen an altem Goldschmuck oder bei besonders wertvollen Stücken könnte der Einsatz dieser Produkte lohnen. Vor allem beim Poliertuch sollten Sie sicher sein, dass es aus weichen Naturfasern besteht. Fragen Sie einfach Ihren örtlichen Juwelier – vermutlich kann man Ihnen dort Goldpoliertücher verkaufen.

Goldring im Ultraschallbad

Professionelle Reinigungsmethoden für Goldschmuck

Juweliere und Goldschmiede sind für gewöhnlich mit technischen Geräten zur professionellen Reinigung von Goldschmuck und anderen Kleinoden ausgerüstet. Meistens wird der Schmuck in einem Ultraschall-Reinigungsgerät aufbereitet. Die Wertstücke liegen dabei in einem Wasserbad, welches durch den Ultraschall in Schwingungen versetzt wird. Die entstehenden Vibrationen lösen auch feinste Verschmutzungen. Wenn Sie Brillantschmuck mit Edelsteinen oder Perlen per Ultraschall reinigen wollen, sollten Sie darauf achten, dass alle Steine wirklich fest in ihren Fassungen sitzen. Locker sitzende Steine könnten sich noch weiter lockern oder gar herausfallen.

Ultraschallgeräte sind natürlich auch für private Haushalte mühelos zu erwerben. Verschiedene Händler bieten kompakte Geräte zu vernünftigen Preisen an. Für den Privatgebrauch sollten diese völlig ausreichen. Übrigens lassen sich auch Brillen und andere Kleinteile ganz hervorragend im Ultraschallbad reinigen.

Ich wünsche Ihnen für lange Zeit viel Freude an Ihrem kostbaren, glänzenden Goldschmuck!

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