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Juli 2020 | Luxuriöse Zeitmesser

Wertvolle Taschenuhr aus Gold

Golduhren – luxuriöse Zeitmesser aus zeitlosem Edelmetall

Golduhren gehören sicher zu den luxuriösesten Statussymbolen. Manche Sammler von goldenen Luxusuhren tragen sozusagen mehr Geld am Handgelenk, als die meisten Menschen im Jahr verdienen. Doch Golduhren dieser Kategorie sind weit mehr als bloßer Schmuck. Die teuren Zeitmesser von Rolex, Omega oder Patek Philippe sind komplexe technische Wunderwerke. Sie zeigen nicht nur hochpräzise die Zeit an, sondern haben je nach Modell auch Zusatzfunktionen für Kalender, messen den Puls oder sind bis in große Tiefen wasserdicht.

Viele Uhren enthalten heutzutage modernste Digitaltechnik, GPS und andere Sensoren. Puristen unter den Uhren-Sammlern schwören dennoch auf jene mechanischen Chronometer, die in der Tradition des Uhrmacherhandwerks hergestellt werden. Dieses uralten Handwerk hat schon fast etwas von Magie. Die komplexen Räderwerke und Mechaniken stellen quasi den höchsten Grad der Miniaturisierung dar, der sich noch von Menschenhand erreichen lässt.

Geschichte der Zeitmesser und des Uhrhandwerks

Die Ahnen der heutigen Uhren waren noch zahlreichen Beschränkungen unterworfen, doch in ihrer Funktion nicht weniger genial. Die ersten Hochkulturen wie Ägypter oder Maya besaßen schon sehr früh Kalender, um den Verlauf der Jahreszeiten in verschiedene Abschnitte und das Jahr selbst in Tage aufzuteilen. Nun musste der Tag an sich in möglichst präzise Zeiteinheiten eingeteilt werden. Sowohl wirtschaftliche als auch kulturelle oder religiöse Begebenheiten waren effizienter zu planen, wenn man sich auf die Stunde genau treffen konnte.

Entsprechend des Verlaufs wurden Tage in verschiedene Zeitabschnitt von Dunkelheit, Dämmerung und Licht zerlegt. Die Einteilung in zwei mal zwölf Zeiteinheiten stammt vermutlich aus dem alten Babylon. Die Ägypter arbeiteten dagegen lange mit Zehner-Einheiten. Da die Bahn der Sonne sich auch über die verschiedenen Jahreszeiten hinweg zuverlässig vorhersehen ließ, wurde ihr Schatten genutzt, um die Zeit anzuzeigen. Die ersten Sonnenuhren (auch Schattenuhren genannt) wurden konstruiert. So stellten die Ägypter schon 3.500 v. Chr. steinerne Obelisken auf, deren Schattenwurf die Tageszeit erkennen ließ.

Natürlich waren derartige Konstruktionen absolut unhandlich. Sonnenuhren fürs Handgelenk sieht man höchstens in Asterix-Comics. Auch Wasseruhren, wie die griechische „Wasserdiebin“ (Klepsydra), waren aufwändige Anlagen. Im Falle dieser antiken Uhren füllte ein steter Wasserstrom mit Skalen versehene Gefäße. Ab einer bestimmten Füllmenge kippte das Gefäß sich automatisch aus und der Zyklus begann von neuem.

Durch ihre Größe und den Aufwand der Herstellung und (bei Sonnenuhren) korrekten Ausrichtung waren antike Sonnen- und Wasseruhren sehr selten. Oftmals standen sie an öffentlichen Plätzen, damit möglichst viele Menschen sie sehen konnten.

Vermutlich wurden bereits in der Antike akustische Signale wie Gongschläge eingesetzt, um an bestimmte Zeitpunkte gebundene Ereignisse weithin zu verkünden. Sonnenuhren dürften vor Tempeln gestanden haben, so wie heute Kirchturmuhren weithin sichtbar die Zeit anzeigen. Und wer die Uhr nicht sieht, wird auch heutzutage durch das Läuten der Kirchenglocken an die Uhrzeit erinnert. Moderne Uhren und Wecker sind in der Lage, zu jeder beliebigen Zeit eine Vielzahl von Tönen oder gar Musik zu produzieren. Zeitmesser geben den Takt des Lebens vor.

Seit dem späten Mittelalter – etwa ab dem frühen 16. Jahrhundert – etablierte sich das Uhrmacherhandwerk zusehends in Europa. In dieser Zeit wurden neue Technologien erfunden, um Uhren kleiner und vor allem effizienter zu machen. Das Zahnrad war ein wichtiger Bestandteil dieser technischen Revolution. Mit stetig wachsender Schmiede- und Schlosserkunst ließen sich komplexe Räderwerke aus immer kleineren Zahnrädern zusammensetzen. Neue Uhrwerke entstanden, die durch Trieb- und Zugfedern angetrieben wurden. So konnten Uhren erstmals auch die einzelnen Minuten zuverlässig anzeigen. 1645 fertigte der Niederländer Christiaan Huygens die erste Pendeluhr an. Nun konnten die Zeitmesser als Wanduhr oder Standuhr Einzug in menschliche Behausungen halten.

In manchen europäischen Ländern entstanden derart viele Uhrenmanufakturen, dass ganze Regionen davon geprägt wurden. Der Schwarzwald ist auch heute noch bekannt für seine Uhren. Die wachsende Nachfrage beflügelte die Kreativität der Uhrmacher und die Modelle wurden immer ausgefeilter. Verspielte Uhren wie die berühmte Schwarzwälder Kuckucksuhr oder mit Edelsteinen besetzte Golduhren als Geschenke für Fürsten und Könige zeigten auch die zunehmende Bedeutung als Statussymbol. Doch noch bis zum Einsetzen der Industriellen Revolution blieben Uhren eher wohlhabenden Bürgern vorbehalten.

Luxuriöse, goldene Uhren sind beliebte Statussymbole

Vom 18. bis zum 19. Jahrhundert sorgte die Taschenuhr dafür, dass man Uhren jederzeit mit sich herumtragen konnte. Auch heute noch sind vor allem goldene Taschenuhren beliebte Sammlerstücke. Erst der Schweizer Uhrmacher Abraham Louis Breguet schaffte es, Uhren so klein und vor allem flach zu machen, dass sie sich am Handgelenk tragen ließen. 1812 stellte er die erste Armbanduhr der Welt vor.

Der nunmehr hohe und weit verbreitete Wissensstand sowie die Möglichkeiten der industriellen Fertigung schufen mit Hereinbrechen des jungen 20. Jahrhunderts erstmals einen Massenmarkt für Uhren aller Art. Armbanduhren aus billigen Materialien fanden sich bald auch am Handgelenk einfacher Arbeiter. Im Laufe des Jahrhunderts ließen sich Uhren dank Erfindung des Plastiks endgültig zu Schleuderpreisen herstellen. Digitaluhren kamen in den 1980er-Jahren auf den Markt und brachten eine völlig neue Anzeigenform mit sich. Heutzutage schauen die meisten Leute einfach auf ihr Handy, um die Uhrzeit zu prüfen.

Trotz allem sind teure, handgefertigte und aus wertvollen Materialien gefertigte Uhren niemals aus der Mode gekommen. Auch heute noch gibt es eine globale Szene gutbetuchter Uhrensammler, die viel Geld für Luxusuhren auf den Tisch legen. Manche Uhrenmodelle erlangten zusätzliche Popularität, weil sie von bekannten Schauspielern oder anderen Prominenten getragen wurden. Eine teure Uhr am Handgelenk ist mehr als ein Zeichen für Reichtum – sie verkörpert Eleganz und einen guten Geschmack.

Wann sind Golduhren Luxusuhren?

Im Grunde könnte man annehmen, dass jede Golduhr automatisch eine Luxusuhr ist. Doch damit eine Golduhr wirklich als Luxusuhr gelten kann, sollte sie schon einen möglichst hohen Goldgehalt aufweisen. Allerdings hängt der Preis einer Luxusuhr auch sehr stark vom Wert der jeweiligen Uhrenmarke ab. Und die angesehensten Uhrenmanufakturen stellen natürlich auch wunderschöne und kostbare Uhren aus Silber mit Goldanteil her.

Tatsächlich werden nur die Uhren – Golduhr oder nicht – als Luxusuhr bezeichnet, die auch von einer Luxusmarke auf den Markt gebracht wurde. Dies sind oft alteingesessene Unternehmen mit über hundertjähriger Geschichte. Theoretisch könnten sich auch jederzeit neue Technologie-Konzerne zur Luxusmarke emporschwingen, wenn sie entsprechend hochwertig gearbeitete Uhren herausbrächten. Doch je länger ein Markenname etabliert und verbreitet wurde, umso höher ist der ideelle Wert der zugehörigen Markenuhren. Den über viele Jahrzehnte, teils mit Hilfe von Film, Fernsehen und Zeitungsartikeln aufgebauten Ruf von Marken wie Rolex, Omega, Cartier oder Zenith kann ein Newcomer kaum übertreffen. Bei Golduhren und anderen Luxusuhren geht es neben Material und Technik immer auch um die Geschichte der individuellen Uhr.

Luxusuhren sind meist handgefertigte Unikate oder zumindest extrem limitiert. Von den berühmtesten Uhren existieren meist nur sehr wenige Exemplare, manchmal gar nur ein einziges Stück. Diese Verknappung treibt den Preis zusätzlich in die Höhe.

Die teuersten Uhren der Welt

Die teuersten Uhren der Welt liegen preislich weit jenseits dessen, was die meisten Menschen in ihrem ganzen Leben verdienen. Diese Luxusuhren sind quasi selbst schon prominent und nur einem kleinen Kosmos reicher Sammler vorbehalten. Lassen Sie mich Ihnen einige Beispiele für wirklich berühmte und teure Luxusuhren nennen.

  • Rolex Cosmograph Daytona „Paul Newman“: Der berühmte Schauspieler erhielt diese Uhr als Geschenk seiner Frau. Da Newman nicht nur seine Frau, sondern auch schnelle Autos liebte, ließ sie die Bitte „Drive Carefully“ (fahr vorsichtig) in den Gehäuseboden der Uhr eingravieren. Nach Newmans Tod verschwand die Rolex für viele Jahre, um erst 2016 wieder aufzutauchen. Im Oktober 2017 wurde sie im Auktionshaus Phillips in New York versteigert. Der unbekannte Käufer gab seine Gebote per Telefon ab und erhielt letztendlich für rund 17,8 Millionen US-Dollar den Zuschlag.
  • Patek Philippe Henry Graves Supercomplication: Dieses Meisterwerk menschlicher Handwerkskunst ist tatsächlich eine enorm komplizierte Uhr. Tatsächlich bietet sie sogar 24 Komplikationen – so nennt man die Zusatzfunktionen einer Uhr. Besonders interessant ist die Himmelskarte, welche den Nachthimmel zeigt, so wie er über dem Haus von Henry Graves jr. zu sehen ist. Graves war ein wohlhabender amerikanischer Bankier, der die 18-karätige Taschenuhr Ende der 1920er-Jahre in Auftrag gab. Die komplett handgefertigte Golduhr ist heute 24 Millionen US-Dollar wert.
  • Breguet Marie-Antoinette Grande Complication: Der Name dieser Taschenuhr ist keine historische Sentimentalität – sie wurde im Jahr 1783 als Geschenk für die damalige französische Königin in Auftrag gegeben. Die Herstellung der extrem fortschrittlichen goldenen Taschenuhr dauerte insgesamt 44 Jahre. Marie Antoinette hat die Uhr niemals selbst getragen, da sie bereits 1793 im Zuge der Französischen Revolution buchstäblich den Kopf verlor. Auch ihre Uhr ging zeitweise verloren – 1983 wurde sie aus einem Museum in Jerusalem gestohlen. Erst 2007 wurde die Golduhr wiedergefunden. Aktuell besitzt die Marie-Antoinette Grande Complication einen Wert von gut 30 Millionen US-Dollar. Wahrhaft ein königliches Geschenk.
  • Patek Philippe Grandmaster Chime Ref. 6300A-010: Diese Armbanduhr wurde eigens für die Only-Watch-Auktion 2019 angefertigt. Es handelt sich um eine Wendeuhr aus Edelstahl, die über sieben Jahre hinweg in mehr als 100.000 Arbeitsstunden angefertigt wurde. Das Auktionshaus Christie´s versteigerte dieses Meisterwerk im November 2019 für rund 31 Millionen US-Dollar. Das ist der höchste Preis, zu dem jemals eine Uhr versteigert wurde. Auch hier ist der Käufer unbekannt.
  • Graff Diamonds Hallucination: Wer die Hallucination zum ersten Mal sieht, kann kaum fassen, es mit einer Armbanduhr zu tun zu haben. Der gesamte Chronometer setzt sich aus kostbaren Diamanten in den verschiedensten Farben auf einem Armband aus Platin zusammen. Das Ziffernblatt der Uhr ist so klein, dass es fast zwischen all dem Reichtum verschwindet. Kein anderer als Laurence Graff selbst steckt hinter der Idee, den Führungsanspruch seiner Marke im Bereich des Diamantkunsthandwerks mit dieser Kreation zu unterstreichen. Nein, ihr Preis ist keine Halluzination – die Graff Diamonds Hallucination kostet derzeit mindestens 55 Millionen US-Dollar. Sie ist damit die aktuell teuerste Uhr der Welt.

Golduhren verkaufen – besuchen Sie mein Geschäft

Als Barankäufer von Gold mit einem Faible für Luxusuhren habe ich ein besonderes Interesse an wertvollen Chronometern. Wenn Sie eine Luxusuhr verkaufen wollen, besuchen Sie mich doch einfach in meinem Geschäft am Ostfleth 22 in Buxtehude. Ich mache Ihnen ein ausgezeichnetes Angebot. Der Preis hängt dabei vom Edelmetallgehalt, der Marke oder der Seltenheit der Uhr ab. Für Uhren in optimalem Zustand, die sich gut weiterverkaufen lassen, zahle ich deutlich mehr, als das Material wert ist.

Allerdings kaufe ich nur Armbanduhren oder Uhren in Westentaschen-Größe. Für größere Exemplare wie Wand- oder Standuhren könnten sich Antiquitätenhändler begeistern lassen. Allerdings kaufe ich defekte Uhren oder Teile von Uhren, solange diese aus Gold oder Silber bestehen. Das Material verliert seinen Wert nicht und kann eingeschmolzen werden, um daraus neue Kunstwerke zu formen.

Wenn Sie selbst eine wertvolle Luxusuhr erstehen möchten, finden Sie in meinem Geschäft vielleicht ein schönes Stück. Ich freue mich auf Ihren Besuch.

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